Genealogie Regula


Genealogie Regula

Artikel-Nr.: DFA 154
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Walter Regula:

Genealogie Regula – Stammfolge und Ahnenliste.

Ein Beitrag zu den Ahnen Europas.

 

Deutsches Familienarchiv Band 154

 

2010, 392 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Festeinband
 

R E Z E N S I O N   A U S   H F K   4 / 2 0 1 0 ,   S P .   2 2 1 - 2 2 2:

Die beiden ältesten Vorfahren des Verf. sind der Zimmermann Hans Regula 1595 in Annweiler und der Hosenstricker Abraham Regula 1606 in Annweiler. Hans Georg Regula tritt seit 1629 auf und ist 1639 auch in Albersweiler genannt. Dabei wird der Name „Regula“ neben vielen Varianten auch „Rigolet“ geschrieben, sodaß davon auszugehen ist, daß es sich um den gleichen Namen handelt. Der Verf. deutet den Namen Rigolet als Verkleinerung von „rig-wulf“, einem fränkisch-germanischen Vornamen. Schon 1400 ist der Maler Jean Rigolet in Reims bekannt, bald findet er sich auch in Paris oder in Mömpelgard.


Der Stamm der Familie des Verf. verbreitet sich von Annweiler und Albersweiler aus auch nach Leimen bei Heidelberg, Leinsweiler-Waldgrehweiler, ins Elsaß nach Oberhofen-Bischweiler, nach Bergzabern und möglicherweise schon in der ersten Generation ins Rheinland. Hier ist der Zusammenhang aber Hypothese. Diese Stammfolge nimmt im Buch knapp 35 Seiten ein. Für die Entwicklung der näheren Stammfolge des Verf. ist sein Vorfahr Dr.phil. Jakob Regula, 1842–1924, Sohn eines Gemeindeeinnehmers in Niederauerbach, Kreis Zweibrücken, wichtig, der Pastor an St. Marien in Osnabrück war und dann im Ruhestand in Göttingen lebte. Nach „Stammlinien von Nebenlinien“, in denen Verwandte über die einheirateten Vorfahren-Ehefrauen genannt werden, folgt dann S. 105 bis 365 die Ahnenliste von Walter Regula, und zwar zunächst in den ersten (!) 27 Generationen. Für die ersten 250 Jahre sind mancherlei bedeutende Abbildungen beigefügt. Wir finden die großelterlichen Ahnensegmente in der Pfalz, im Elsaß, im Odenwald, fernerhin in den Städten (Speyer, Frankfurt am Main) und in der Verwaltung der Grafen (Leiningen, Hohenlohe), dann mütterlicherseits auch in Mecklenburg, der Mark Brandenburg, in Berlin und vereinzelt aus Sachsen. Väterlicherseits sind es die Familien Kalbfuss, Culman, Regula, Strein, Breunig, Haaf, Lichtenberger, Reuss, Helfenstein, Scharpff, Holtzmann, Gulde, Giese, und mütterlicherseits Hilffert, Gründel, Rudolph, Seyboth, Lörschen, Willke, Richnow. Über die Streiff von Lauenstein, die Baldwin von Zweibrücken, die Petershain, Biedenfeld, Buches und Schwalbach sowie Plieningen, Nippenburg, Waldenburg, Grafeneck ergeben sich die bekannten adligen Ahnenschläuche. Ab der 18. Ahnengeneration werden diese breit ausgeführt (S. 175–223). Mit dieser Etappe ist aber erst Halbzeit. Im zweiten Teil werden nun alle hochadligen Ahnen Europas, Kleinasiens, des Vorder Orients, Ägyptens und der ganzen Antike Welt aufgenommen. Auch dieser Abschnitt ist geschmackvoll illustriert und mit großer Sorgfalt zusammengestellt. Ein einführendes Literaturverzeichnis weist nach, woher die Daten stammen. Zwar wurde im zweiten Teil in einzelne Ahnentafelsegmente geteilt, aber die Listendarstellung erweist sich für die graphische Wiedergabe des jeweiligen Ahnenbewußtsteins einfach ungeeignet. Hier sollte man doch wieder auf Tafeln, Bäume usw. zurückgreifen. Für alle die diese Abstammungen sammeln, ist das Buch ein schönes Arbeitsinstrument.

Lupold v. Lehsten

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