Vorfahrengeschichte der Familien Pohlmann und Fabian


Vorfahrengeschichte der Familien Pohlmann und Fabian

Artikel-Nr.: DFA 158
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Edith Schreckenberg:

Zur Vorfahrengeschichte der Familien Pohlmann und Fabian.

Arbeiter, Handwerker und Bauern im Raum Westfalen, im Rheinland, in Schlesien und in Westpreußen

2016, 292 Seiten

Inhalt:

Mit dem Untertitel hat die Autorin schon klar den Personenkreis und die Landschaften benannt, aus denen ihre Vorfahren stammen. Aufgrund der Quellenlage stehen das Münsterland und seine Bischofsstadt im Vordergrund. Hier erstreckt sich ihre Forschung über 13 Vorfahrengenerationen.
Detailreich geht die Autorin auf die Geschichte der Familien und Höfe ein, die dicht beieinander in wenigen Dörfern konzentriert sind. Die Abgabenbelastung für die einzelnen Kotten wurden in Urkunden festgehalten und sie geben so einen interessanten Einblick in die Vermögensverhältnisse und Hofnachfolge der Inhaber.
Die Ahnenliste ist nach Familiennamen geordnet und verfügt in den jüngeren Generationen über z.T. umfangreiche biographische Texte. So berichtet die Autorin (Jahrgang 1930) über ihre kurze Kindheit, die mit dem Kriegsbeginn abrupt endet. Die Schrecken des Krieges mit ständig wiederkehrenden Bombardierungen erreichen bald auch Münster, das am Kriegsende völlig zerstört ist. In diesen Trümmern mußte das Leben unter schwierigsten Bedingungen weitergehen.
Bilddokumente zeigen das Leben und Arbeiten der vorangegangenen Generationen, die bereits unter dem 1. Weltkrieg zu leiden hatten. Im Jahre 1925 wurden die mütterlichen Vorfahren aus Ostpreußen umgesiedelt und im „Ruhrpott“ ansässig gemacht.
Großen Wert legte die Autorin auf die Erforschung der Namen ihrer Vorfahren. Neben der Auswertung der einschlägigen Literatur hat die Autorin auch Gutachten bei ausgewiesenen Namensforschern erstellen lassen und sie weist auf so manche Korrektur zur Namensbedeutungen hin. Die Zeittafel gibt dem Leser einen guten Überblick und knüpft an das Schicksal mancher Vorfahren an, die im Dreißigjährigen Krieg, in der Napoleonischen Zeit oder am Tag der Aufhebung der Gutsuntertänigkeit (9.10.1807) gelebt haben.
Was es mit der „Auffahrt und der Aussteuer“, oder der Bauernbefreiung auf sich hat oder wie ein typisch münterländer Kotten aufgebaut und ausgestattet ist, stellt uns die Autorin in dem Kapitel „Begriffe und Sachen“ vor. Ein weiteres Kapitel widmet sich den Wohnstätten der Familie in der Stadt und im Umland und hält die Erinnerung an so manchen im Krieg untergegangenen Straßenzug oder an eine kleine Gasse wach.
Auf das Literaturverzeichnis folgen eigene Register zu „Berufs- und Amtsbezeichnungen“, zu „Krankheiten und Todesursachen“, bevor Orts- und Namensverzeichnis den Band abschließen.
Dem Leser des Werkes werden Besonderheiten, wie der häufig vollzogene Namenswechsel bei Einheiraten in einen Hof im Münsterland anhand vieler Belege anschaulich gemacht. Die reichlichen Informationen zur Geschichte der Landschaft, zu den politischen Ereignissen sowie zum Leben und Wirtschaften auf einem Kotten werten das Buch stark auf, so dass es durchaus als Nachschlagewerk dienen kann.

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