Von Gerlach – Lebensbilder einer Familie


Von Gerlach – Lebensbilder einer Familie

Artikel-Nr.: DFA160
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Jürgen von Gerlach:

Von Gerlach – Lebensbilder einer Familie in sechs Jahrhunderten

Deutsches Familienarchiv Band 160

2015, 384 Seiten

Der Autor schildert die Geschichte einer durch und durch preußischen Familie, die ihren Anfang freilich im hessischen Melsungen nahm. Bereits 1318 wird ein Gerlacus apud forum erwähnt; aus einer Urkunde von 1332 ist der Schöffe Gerlach an deme markede bekannt. Diesen frühen Nennungen folgt gut 100 Jahre später die Erwähnung der Gerlach zu Obermelsungen, mit denen die sichere Stammreihe beginnt. Um den Besitz Spennighof gibt es in den Jahren um 1500 einen innerfamiliären Streit, der am Marburger Hofgericht entschieden wird. Über die Verwandtschaft mit der Familie Sutel sind die Gerlachs an der Stiftung des Priesters Conrad Sutel beteiligt, die vor­rangig das Studium von Söhnen finanziell fördert. Es ist dann Martin II., der von Melsungen nach Osten zieht und in Anhalt als Stadtschreiber und Richter bei den Fürsten von Anhalt-Köthen in Nienburg/Saale, Anstellung findet. Über den Anschluß an die anhaltische Theologendynastie Sachse gelingt ein weiterer Aufstieg. Lebrecht Gerlach (1669-1742) ist der Begründer der Preußischen Linie und als Hofgerichtsrat in Köslin wird ihm 1735 der erbliche Adel verliehen. In Berlin und Pommern sind die von Gerlach generationenlang im Dienste der preußischen Könige in der oberen Staatsverwaltung, in Justiz und Militär tätig.
Den Schwerpunkt der Darstellung bilden die napoleonischen Kriege am Anfang des 19. Jh., der Kampf um das Recht in der Demagogenverfolgung zusammen mit dem Kammergerichtsrat E. T. A. Hoffmann, die revolutionären Ereignisse 1848 mit der anschließenden Restaurationspolitik bis zur Reichsgründung in Preußen 1871 einschließlich des Bruches mit Bismarck. Die beiden Protagonisten dieser Politik, Leopold von Gerlach, Generaladjutant König Friedrich Wilhelms IV., und Ludwig von Gerlach, Führer der konservativen Partei Preußens, werden mit neu aufgefundenen, bisher unbekannten Bildern vorgestellt.
Die Kriege 1870, 1914 und 1939 haben tiefe Spuren in der Familie hinterlassen. Der Zusammenbruch 1945 bedeutete schließlich das Ende der Familiensitze Parsow und Trienke in Hinterpommern sowie Rohrbeck in der Neumark, deren Geschichte der Verfasser hier festhält.
Ausgehend von den Anfängen in Melsungen zeigen sechs Stammtafeln die Verzweigung der Hauptlinien bis heute auf. Den angeheirateten Familien wie v. Raumer, v. Beyme, v. Pfuel, Grafen v. Reichenbach, v. Grolmann oder Coeper sind eigene Kapitel gewidmet. Zahlreich ist der preußische, pommersche und schlesische Adel vertreten.

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